ich hebe schätze aus der leere (versuche es, von neuem), heute morgen noch keine klauenspur vom schnee auf den fenstergläsern, nur das gluckern des wassers in der heizung, das sich mit ottes klavierperlen vermischt … Sonderbar die nächte, die ich im traum erlebe, und von denen oft nicht mehr als eine diffuse stimmung bleibt, obgleich ich kurz danach erwache –

Und manchmal erweist sich als eigenartig stumpf, was mir von einem glanz umgeben schien, wie beispielsweise eine tagebuchnotiz von anfang 2006, da ich wochenlang per fahrrad auf vereisten wegen unterwegs, durch die gartenanlage, um in einen anderen stadtteil zu gelangen, und nachts auf der heimfahrt den nachlaßschimmer sonnenbatteriebetriebener wegleuchten im auge hatte …

Mittags dann eine zeile: im eisgrauen winkellicht – die kommt, als ich die runde drehe, durch den wald und über felder, die teilweise schon wieder unter wasser stehen, und natürlich bleibt auch diesmal offen, wohin das führen soll … Die deutsche sprache gleicht einem baukasten mehr oder weniger stabiler wortverbindungen, von findungen, und in keiner gebrauchsanleitung vermerkt, daß ein wort wie winkellicht unzulässig …

Gestern blendete die sonne für einen moment gehörig auf, als ich an jener wegstelle, von der her ich das wasser auf den brachen fotographierte, heuer erscheint alles im grieseligen dämmer.

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