Es geht so vieles durch den kopf, und der redewendung, ein gedächtnis wie ein sieb zu haben, eignet durchaus wahres, denn es fällt nicht alles hindurch, es bleiben auch sachen hängen, vornehmlich jene, die einem dann wiederholt durch den kopf gehen …

Der kopf, das dachstübchen ist bewohnt, es lebt vielerlei darin, nicht umsonst ist der mensch in seiner manier, sich von allem ein bild zu machen und daraus metaphern zu schöpfen, auf solcherlei formulierungen verfallen: gedanken gehen oder wandern zu lassen, ihnen hand und fuß zu verleihen, arme und beine.

So ein kopf, das ist doch was, darauf wird gern ein kopfgeld ausgesetzt, und headhunter bemühen sich um ihn … In der kindheit, als ich mit vorliebe reisebeschreibungen las, sollte ich auf ein kapitel mit dem titel bei den kopfjägern stoßen, was mir unheimlich erschien – lieber alles andere als den kopf verlieren …

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