etwas zu versäumen, als umhegte man einen zeitraum mit einem saum, das weite feld der saumseligkeiten, und dieser saum scheint unüberwindlich – man hat es versäumt, pflichten nachzukommen, sich eingesponnen im raum der pflichtvergessenheit, oder hat sich am rande bewegt, am rande dieses versäumnisses, als handelte es sich um eine brache, die zu betreten man zögert, gesäumt von hecken, wiesenrain oder graben, in dem eine widerborstige sorte gras aufzüngelt; man widmet sich der verstetigung des saums mittels kett- oder kreuzstich und achtet darauf, daß er nicht aufdröselt, ausfranst und auszuufern beginnt – das ist der punkt, wo jegliches versäumnis sich zum verhängnis auszuweiten droht und man den blick voll schauder abwendet, wo es nicht mehr hilft, sich im zaum der saumseligkeiten zu halten …

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