Fünf uhr morgens ein flugzeug – der klang ließ an ein gewitter denken, das man in der ferne grummeln hört, und der höhenzug des pfälzer waldes sorgte für den nötigen widerhall. Nachmittags, als ich draußen unterm gläsernen vordach kaffee trank, währten die anhöhen in einem milchigen dunst, obgleich sie so nah, und dieser dunst schien für das gleißen des lichts verantwortlich, für dieses überquellen, das ich genoß und das mich doch bald veranlaßte, ins haus zu gehen …

Man konnte die überschalljäger vergessen, die eben noch den sturzflug geübt, man konnte all das für augenblicke vergessen, denn nun herrschte stille, bis auf das summen einer hummel und den heiseren ton zweier fliegen, die zu nervös, die atmosphäre zu erfassen. Jenseits des zauns strich eine frau mit ihrem hund vorüber, lautlos, anklingend nur die frage, was da zu finden, auf der grasnarbe, den resten von schnee rund um die knorpeligen weinstöcke, in deren schatten, die bald vergehen würden, in diesem dunst …

Sobald ich vom garten in den hof wechselte, war auch die kälte des raums zu spüren – raumfahrer, weltraum, eigenartige worte, das all, das letztlich ein widerhall unserer vorstellungen … Und später der gedanke an das alltägliche, banale, detonationen des wortes all, die durchs gedächtnis flirren und im nächsten augenblick wieder abgesunken sind – es scheint kein zufall, daß jeder text gleichsam aus dem nichts entsteht, der leere …

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