die handschrift wandelte sich, als ich im begriff, mir erinnerungen an die schule aufzunotieren, an jene in der t.-straße, die ich bis anfang der 70er besucht hatte, und mich dabei, ich saß im freien, beobachtet fühlte – plötzlich dieser extrem sich nach rechts neigende oder vielmehr fallende schriftzug, wie ich ihn damals gepflegt, für kurze zeit, und der der klaue (ja, so hatte der lehrkörper das genannt) des schulfreundes d. nicht unähnlich, der in einem nördlichen stadtteil von l. zuhause gewesen, in der seelenbinderstraße, gleich neben der kaserne … Indes vermochte ich nichts dagegen zu tun, zeile für zeile füllte sich mit dieser schrift, die ich eigentlich gar nicht mochte, wiewohl ich jenen freund gemocht und verschiedene male auch besucht hatte – einmal hatten wir einen nachmittag lang auf dem hochbett in der laube seiner eltern verbracht, dicht unter der zimmerdecke, wo es nach teer roch; der garten war neben der mülldeponie gelegen, die zum teil schon überwachsen, und wir lagerten also am fuße dieses schuttberges auf dem bauch und blinzelten durch die spaltweit offenstehende tür der laube ins licht, während seine eltern draußen die beete gossen oder unkraut jäteten – mehr passierte nicht

Advertisements