gestern, als ich die runde drehte, ein reh, im begriff, den weg zu queren, ich vermochte dann dessen hufabdrücke zu erkennen, im schnee, vorbildlich, wie wir sie verinnerlicht, im heimatkundeunterricht – ich erinnere mich der blätter, auf denen sie abgebildet, gleich den spuren anderen getiers, und sicher hatten sie in der kindheit eindruck auf mich gemacht, gar dazu verlockt, mich als spurenleserin zu betätigen, kundig all der lauf-, der fluchtschriften, nur daß sie sich mir nicht dauerhaft einprägen sollten, abgesehen von den runen der vögel. Verführerisch der gedanke, daß sich die vorfahren, als sie die ersten schriftzeichen erfanden, von den abdrücken im sand oder schnee haben inspirieren lassen …

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