die neuen, noch ungedruckten „umtriebe“-texte, die ich gelegentlich der buchpremiere zum ersten mal las, erschienen mir im moment des vortrags weniger streng gearbeitet als die veröffentlichten, etwas flüchtiger, haltloser, ungefährer – texte dieser art lassen sich nicht so gut vortragen, immer habe ich dabei das gefühl, ins rutschen zu geraten. Wobei ich unter „streng gearbeitet“ die diktion verstehe, die sich zwangsläufig ergeben muß und nicht beliebig, und die dann den text zu tragen vermag – ich glaube auch, daß es eher der text ist, der mich und meine stimme trägt, nicht umgekehrt. Das scheint dem einfall von worten geschuldet, ihrer zwangsläufigkeit, deren diktion zu folgen das schreibende ich bereit …

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