Worte sind es, die ich im erwachen als erstes wahrnehme, noch vor dem licht – die sprache ist ein geschirre, denn kaum erwacht, bin ich versucht, etwas auf den begriff zu bringen, und sei es nur eine definition des augenblicklichen zustands, geschlossenen oder geöffneten auges: leichter kopfschmerz, ein ziehen in der rechten schulter – medizinisch geschulte zeitgenossen wissen mit diesen symptomen sicherlich etwas anzufangen, während ich mit einem absurden handwerk beschäftigt: welches war heute das erste wort, das dir beim aufwachen eingefallen? Als ich nachts auf toilette mußte, dachte ich über einen antrag nach, voll geschäftig, obwohl gerade aus dem traum gerissen. Die augen geschlossen, formulierte es, das halbwache, zeilen um und neu – das beschäftigte mich, also beschäftigen mich die worte, fungieren als arbeitgeber. Hoffnungslos, dem zu entrinnen …

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