Die nacht holt sich alles zurück, alsdann, all das, was wir als ewig erachtet – nächtens wach zu liegen, mit solchen gedanken, ohne plan, ohne orientierung dem treibgut von worten ausgesetzt, richtungslos …

Wir bedürfen immer einer richtung, einer richtungsangabe, zumindest einer vorstellung davon, der gerichtetheit, zurichtung – nein, letzterer eher nicht, doch ist der begriff wohl nicht von ungefähr mit dem des richtens verknüpft, einer tätigkeit, die ihren pervertierten ausdruck in der hinrichtung, der richtstätte findet, in einem finalen geschehen, das es so überflüssig wie sinnlos macht, noch von richtung zu sprechen.

Da vollendet sich was, wobei vollendung hier eine metapher mit bitterem beigeschmack – der nacht bitterem nachgeschmack, und zugleich von einer milde, die bewirkt, daß man morgens nicht mutlos erwacht [sondern mit zuversicht war ich versucht zu schreiben, doch das schien mir eine zu starke wendung, obgleich sie ab und an zutreffen mag, auch auf das eigene leben. Ein versehen verbirgt sich in der zuversicht, ein sich versehen, doppelbödig, das zusehen – sieh zu, daß du leine ziehst, auch so was – dem begriff eignet etwas trügerisches, weshalb er zuvörderst in der terminologie des politischen verortet] …

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