warum ich bei der lektüre von hilbigs „einfriedung“ zunächst nur stockend vorankam – der in den text eingepasste traum schien dafür verantwortlich, vielleicht, weil er nicht ursprünglich teil des poetischen verfahrens im vorliegenden text gewesen ist. Traumsequenzen, die in erzähltexte integriert und als solche auch annonciert werden, eignet öfters eine gewisse künstlichkeit, selbst wenn sie nicht erfunden sind. Es mag der ihnen zudiktierten funktionalität und beweiskräftigkeit geschuldet sein (nein, ich spreche träumen per se nicht ab, daß dies ihnen immanent, in subtilerer art, als es jegliche zuschreibung zu leisten vermag, und die künstlichkeit der begriffe hier zeigt, womit wir es zu tun haben), daß sie wie fremdkörper wirken und mich vom grunde der erzählebene und -zeit entheben … Die aufzeichnung des traums selbst stellt dessen innere verletzung dar, aber anders ist er auch nicht zu haben …

 

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