in der bahnhofstoilette das entselbstete ich abgetrieben, in jener toilette, die im stadtseitigen durchgang des bayrischen bahnhofs gelegen, und dann die zelle von außen verriegelt: besetzt; kein augenzeuge an diesem nachmittag, vorwinter, die dunkelheit noch nicht vorgerückt – nur ein bahnbeamter, von jenseits des stumpfgleises, kurzer blick herüber, nichts bemerkt, nichts, und im verlassen des geländes sich nicht umgewandt, nicht mit dem salzsäulenblick – Bayrischer platz, eine tasche, in der hatte das entselbstete ich kaum platz, es hätte sich dunkel aufgebauscht, in der tasche, noch im gepäcknetz der bahn, die richtung g. ging, g wie gotha, wie grenze, g wie ganz, g wie weg (es gab in dieser richtung keine orte mit c, wie auf der rückfahrkarte vermerkt) – nichts also, was beulte, das lagerte im besetzten gebiet und würde gefunden, sobald es jemand auffiel, daß da immer besetzt, sich niemand meldete – Hatte der bahner was gesehen oder nur geschaut? Hatte der ihn schon kommen sehen, von der schalterhalle her, die gleise querend, das selbstlose ich, epaulettenschweif, ohne knisternde sterne, weißer halskragenstreif, kurz aufblinkend, und dann, minuten später, ganz anders im gehen, nur diese tasche – nein …

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