am morgen, als ich an der grabstelenpräsentation beim steinmetz vor ort entlang und dabei über einen block von rotem porphyr nachsann, der unbedingt eckig sein müßte, ohne krönenden bogen oder wellenschlag, wie ihn die meisten der stelen aufweisen, ein geöffnetes oder geschlossenes lebensbuch symbolisierend, unausweichlich der gedanke, daß letztlich alles einer endlichkeit zugedacht und jene kindliche gewißheit, alles währte fort und entwickelte sich zum besseren, längst perdue, wenn sie denn überhaupt noch in einem kindlichen wesen raum findet. Und ungewiß auch, ob irgendeine der institutionen, wie wir sie heute kennen, in hundert jahren noch existent sein wird. Ich weiß nicht, wann bei mir der umschlag erfolgt ist – bei kunert beispielsweise hat mich dieser sogen. kulturpessemistische zug früher (d.h. in den 70er jahren) gestört, insbesondere in seinen reisebüchern, in denen er virulent, und mir war, als ob ihm dies mitzuteilen wichtiger als das teilen von eindrücken …

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