wir waren junkys von anderem schlag, wir, die wir jeden nur etwas verrätselt erscheinenden rocksong gleich nach botschaften aus dem reich der drogen abklopften (hörst du mich klopfen, hörst du mich altern, spürst du auf deiner zunge das erste graue haar), botschaften, die mehr oder weniger kryptisch, in manchen der songs ganz offensichtlich, und wußten natürlich, wer von den rockstars selbst ein junky – was sicherlich gut für einen rausch, wie der alkohol, den wir in maßen tranken, doch kaum tauglich, das bewußtsein zu erweitern, und gerade dies erschien uns als das verlockende. Transzendenz, erleuchtung, weshalb wir an den papierlippen timothy learys hingen, die offenbarungen des tibetanischen totenbuchs und des popul vuh durchforschten, und was wir noch alles ausgruben, mitsamt den bekenntnissen eines opiumessers … All dies verbunden mit dem probieren anderer formen eines zusammenlebens, den reimen, die wir uns machten, auf kommune I, kommune II … Wir trugen den keim einer utopie, einer erzählung in uns, gegen die das vorgegebene verblaßte –

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