Jan Volker Röhnert erzählt im Anfang seines Essays „Film – Flirts in den Central-Lichtspielen“ (Verlagshaus J. Frank, Reihe poeticon) von seinen ersten Kinobesuchen, was mich an die eigene Initiation in Sachen Kino/ Film erinnert, im Alter von sechs oder sieben Jahren, eine Initiation, die im Probstheidaer Lichtspieltheater statthatte, vermutlich mit Slapsticknummern aus der Stummfilmära, die unter dem Titel „Als Lachen Trumpf war“ an den Wochenend-Nachmittagen zu sehen waren. Laurel & Hardy vor allem, mit ihren Possen, von denen manche mich statt zum Lachen zu Tränen rührten, wie etwa jene Szene, in der die Protagonisten beginnen, sich gegenseitig ihre Automobile zu zerlegen, Stück für Stück. Da gewann in mir ein Entsetzen Raum, eine Irritation ob dieses übergriffigen Geschehens, wiewohl das Ganze offensichtlich lächerlich – (das Licht, die Sonne, der alte Kommunarde aus dem Projektor …)

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