Archive für den Monat: September, 2015

dies‘ warten, das manchmal so tönt, daß ich ihm nicht länger lauschen mag, nicht den wartenden in ihrem ausharren, sich vorbeugen auf dem stuhl, sich bewegen, das keine richtung kennt; der stuhl buckelt sich, knarrt, zischt, vernehmlich nur das „s“, der wartende faltet die zeitung auf, die ihre blattrispen reckt, die schwingen auszubreiten, es knistert immerzu, der leser schabt mit dem schuh fugen zwischen den fliesen blank, so gibt sich das warten; die feuchte in der mundhöhle, der leser schluckt, zuviel luft, zug hier drinnen, und sand …

[20/VIII/1991 und 29/IX/2015]

unter den hieben der goldrute, die zu finden, wo verurteiltes gelände; seliger der feldrain, an dem sie auch gelegentlich geflaggt, entzündliche reihe, auf der es gern käfer treiben, die nur als schwarze punkte wahrnehmbar, gleich körnern vom mohn. Und wir schlugen uns durch, versanken darin, wo kein land in sicht, hier an den rändern …