Archive für den Monat: Oktober, 2015

allmählich erstirbt das licht, gleich einem körper, der im wasser treibt – wer spricht, jetzt, da allein noch der vorschein von redlichkeit …

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träumte von schwarzen kästen, die entlang einer straße, in der dämmerung, und folgerichtig der gedanke an die camera obscura, das einfallende licht, die leere, mit der die schwärze, die finsternis oft in zusammenhang gebracht wird, um im gleichen atemzug darüber zu spekulieren, was sich dahinter verbergen mag, oder in ihr, der schwärze, im schwarzen loch – wir denken an un- und unterbewußtes, an eine materie im status der unwägbarkeit, während das weiß als leere erscheint, in der und hinter der nichts anderes als wiederum leere, das nichts, im kontext des manichäismus als erfüllung gesehen, als etwas, das vielleicht mystisch, aber dennoch kein geheimnis birgt. Warum tragen wir in der trauer schwarz (die toten in der black box), etwa, weil unsere vorfahren die toten in ein geheimnis, dessen materialität, übergehen sahen, benannt das reich der toten, das in stetem wachsen begriffen? Seltsamerweise spricht der christliche glaube davon, daß die seelen in die himmel, also, so übersetze ich es für mich, in die weiße empfängnis, die erlösung kommen, ins licht, und wir in unseren trauerroben eher dem abgelebten verpflichtet bleiben, als hinterbliebene. Im jahre 60 nach christus glaubte niemand mehr, zu spät auf die welt gekommen zu sein, alles war auf vor eingestellt …

mitte des tages, als es zu regnen aufhört, sinken die temperaturen (aufhören, horchen: nicht mehr dies rauschen, lispeln des blattwerks, je feiner der niederschlag, desto größer die verspannung, die pappeln am horizont stecken in einem futteral aus milchiger haut, regen sich kaum, nur kälte und rauch gehörten zusammen, gehörten sich, das eine ohne das andere nicht denkbar, das dritte, der nebel, zog kapital aus allem, brüstete sich –

kleine felderrunde, reif für den reif, der sich pünktlich zum ersten oktober eingestellt, nach seltsamer träume dämmerung (wände flure blockaden, eine schranke – nicht die des gesetzes, eher die in einem gelände, das nur die fortsetzung der flur, in der ich unterwegs, nicht weniger grün, was jedesmal erstaunlich, wenn ich mich entlang einer grünen grenze bewege, markiert mittels rhythmisch angeordnetem hoheitspfahl: da mag man sich entlang zählen, und drüben, so meint man, geben sich nicht anders der raum und die zeit, strählt sich das jahr, doch dann scheint die rechnung nicht aufzugehen, schlägt dem grenzgänger eine andere stunde …