was an zeugnissen von einem leben bleibt, wird immer weniger, trotz der digitalen möglichkeiten – ich beobachte es am beispiel von vaters hinterlassenschaften: jetzt, da mutter nur noch über ein zimmer im heim verfügt, mit ein paar eigenen möbeln und dingen, und der ausleserechen erneut über das hinweg geht, was überzählig an büchern, schallplatten, urkunden und medaillen (die hier, auf dem boden des grundgesetzes, ohne geltung, so wie die landkarten aus den 60er/ 70er jahren, allesamt überzogen von der patina einer raucherexistenz, diesem geruch, dessen halbwertzeit niemand kennt) – was fängt man mit all dem an, wenn kein platz in der eigenen wohnung, museen und bibliotheken voll davon? Vater war gewiß ein außergewöhnlicher mensch, als zeitgenosse hingegen eher einer von vielen, einer von denen, die namenlos geblieben …

Advertisements