Archive für den Monat: Januar, 2016

alles wartet und weiß nicht, worauf –

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Am 22. Januar war ich auf Radio Lora zu hören, in der Reihe poesie[magazin]. Im Gespräch ging es um Miniaturen, ein Thema, das in der Kürze der Zeit natürlich nur angerissen werden konnte, hier ist der Beitrag zu hören. Und hier noch ein anderer Text, der im Dezember 2015 auf ColoRadio zu hören war.

Die Thematik der „Berliner Tatsachen“, 2009 erschienen, eine Art negativer Entwicklungsroman en miniatur, in dem es um einen Helden geht, der sich zum Verschwinden bringen, verlieren möchte, geisterte mir schon länger durch den Kopf, schlug sich in Tagebuchnotizen wie folgenden nieder:

Das verschwinden, gelegentliche wiederauftauchen des zeitgenossen als metapher resp. in gestalt einer metapher – das grundthema eines neuen textes? Das verschwinden und wiederauftauchen in einer struktur, einem gefüge, in dieser verworfenen landschaft – dieser strang ein bruch der regel, regelmäßigkeit, das auftauchen an unvermuteter stelle (wie es im verworfenen verena-text subsummiert); geschichte unserer wanderungen, wandlungen, eine geistesgeschichte (in welcher intensität habe ich uns im aufbruch erlebt?!); zur gestalt der zukünftigen notierte ich: ein drachen an zu kurzer leine, der nur zu tänzeln vermag, hin- und hergerissen

[nach tageb. 17/I/2005]

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es ist, als wollte es gar nicht errettet werden, das ich, und am ende harrt dennoch das licht der verklärung, dies tagesterben …

kaum eine kiefer hier im viertel, die nicht gedrungen und deren wipfel überm stamm nicht eigenartig versetzt, bei leichter neigung, als wäre eine andere art der behauptung undenkbar …