Archive für den Monat: Oktober, 2020

so hoch hinaus bin ich nie, dass ich einer leiter bedurft, etwa in die kronen der kastanie, die in reihe an der senke, die wir kuhle nannten, so hoch nie wie andere, die an sich glauben mochten, was ich nicht gelernt, im halbdunkel bei den kaninchenställen, deren boxen leer, in die sich unsereins zurück zog, immer noch wähnend, dass es ein spiel –

kiefernende, die stämme neulich fast schwarz, dunst überm gelände, durchs nadelwerk fällt das licht, wir haben schon aufgegeben, was zu wollen, wir schauen zu, wie es fällt, schneisen schlägt durchs gehölz, und lassen dann den schnitter kommen –

der tod lässt narren zurück, wir leugnen alles, es gibt keinen gott, außer dem, der in unseren träumen reift: christus = gelebte materie, das universum verdämmert im licht, die zukunft ist nichts, das uns halten könnte, in die sterne gefahren funkeln wir, gleich gestirnen –

verzählt sich wer, schon vergangen im klang der steinsäge am morgen, die die wunde aussägt, an die vulkanisch anmutenden wurzelaufbrüche der aspaltdecke gelegt, hier vor dem haus (so was von unstimmig die bilder, so was von daneben, wie gut, dem stillen lauf der schreibfeder zu folgen, dem strom der tinte, in der tinte sitzend auf diesem planeten, eisen und galle, seltene erden, edle verbindungen, vom daseinsdruck verdingt, schicht um schicht, die oberste zählt nicht, für die meisten, wird nur zu schanden und irgendwann erdgeschichte, wenn wir nicht mehr sind, dem vergessen anheimgefallen (also doch noch was, das jemanden in den schoß fallen kann, als geschenk, gabe oder bürde, solang nur was lebt und ein bild von sich hat (der dünkel, der unserer gattung, schuldenfalle, das as gezinkt seit jeher, wir nahmen den keil und ritzten die bestimmung uns ein –

der mond rutscht ins zimmer, all included ruft er, macht sich übers inventar her, bleibt nicht viel, das sich retten kann, in schattenbanken, und ich schaue vom fenster her zu –