Archive für den Monat: Januar, 2021

ich wollt dich nicht zeihen/ wo die sprache herkommt, aus gründen, bleibts still/ ich mag die gespenster nicht, der schnee hat arabesken gebildet, auf unbefestigten wegen, gleich orakeln, die wir kaum zu entschlüsseln vermögen/ lass uns gehen, über den frisch aufgetragenen teer, und was zu sagen wäre, durch die kehle rinnen –

parisz – ich sprach den namen auf polnisch, im zugabteil, auf der reise nach w., mit dieser sprache gelangte ich überall hin, sie kannte keine grenzen, machte keine dicht, und das weichbild der stadt stand mir vor augen –

wenn die nacht nicht enden will, lässt du das licht aufblenden vor deinen augen/ jene, denen du begegnest, in der straßen dämmerung, führen selbstgespräche/ du gehst den klängen nach, bleibst doch dieselbe –

du trägst dich fort, im sich aus dem wege gehen, nimmst die zeilen im park, zu zweien, schaust, wo der schnee bleibt, winters einlassungen, wenn es am morgen dunkelt, und fragst, wen du wiedersehen wirst, übers jahr, folgst einer spur, die unkenntlich, am ende –