Archive für den Monat: September, 2021

vormittags durch die laubengänge des hochwalds, früher wähntest du dich dort verloren, als zögling einer gruppe, spürtest mit fingern den kerben in den stämmen der kiefern nach, zähltest weniger an jahren, das gold gerann im schlaf –

*angeregt durch „Hohelied“ aus dem Band „Warteschleifen aus Holz“ von Franziska Beyer-Lallauret, Oschersleben 2021

sie denkt an die schatten der mauern und gebäude im doppelnamen-ort, in denen sie nachhause lief, eines, das nicht mehr das ihrige, um die mittagsstunde, und ein zwei stunden später zum bahnhof zurück, waren gnädig und tief, diese schatten, niemand vermochte die gestalt in ihnen zu erkennen, die straßen ohnehin leer zu jener stunde, die geschäfte geschlossen, wer mochte da gehen außer einer, die sich verloren oder das, was man zuhause nennt, heimstatt oder sonst wie, wo der kopf sich bettet, wie von selbst –