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beobachtete männer in gelben overalls, scheinbar auf der flucht, im hintergrund eine lagerhalle, davor ein platz, betoniert (ganz ohne gesang), viel grau, und seitlich ein erdstreifen, die böschung, heckenbewuchs, kurz, nichts zum verstecken, das gelb kenntlich, wenn auch angegraut, es fielen schüsse (sagt man, es fielen, fallen, obgleich die projektile meist ein ziel haben, oder eins finden, das erhaben, patronenhülsen fallen zu boden, während das projektil … – mein sinn war bei den männern, deren stimmen leise, in hockstellung gehend, obgleich das nicht mehr sicherheit bot, doch die stimmen dünkten mir eine schicht laub, die nach und nach alles überdecken, unkenntlich machen würde –

der tröstung landschaft – die zeile kam mir, als ich das gelände des fontane centers passierte, dieser mehrwert-deponie, in der die bäume, in reihe und von gleich hohem wuchs, eine art schönschrift der ordnung darstellen, der zuteilung und anmutung …

nahm noch wahr, unterm äthernetz, dass über mir gesprochen wurde, dabei von einem schwarzglimpfling die rede war, was irgendetwas mit dem kopf zu tun haben mochte, dem hirn, mit arterien oder lappen, in die man einen schnitt zu machen gedachte – als ich erwachte, saß r. neben mir, und ich sagte, die akte müsste es noch geben, angelegt in jenem sanatorium in s., in dem man mich einst unter die lupe genommen

mangels perspektive ein gewisser hang zum unerkannten, zwanghaft beinahe, das zeichnete ihn aus –

versehrt das eine, das nicht zur sprache kommt, haften bleibt im körper, dessen sehnen stumm, versehrt, verheert, auf linie gebracht und deshalb unsichtbar, getrimmt und also unwiderlegbar, nicht zu fassen, die abstraktion: ein kanal, hinlänglich, offen –

als wir den seen noch zu füßen lagen und ihrer geheimnisse harrten, vor augen jene kleineren gewässer, in denen die algen gleich schimären von einem leben kündeten, dessen wir nie habhaft werden würden, es sei denn im moment des vergehens –

ich jage allem nur noch hinterher, hab das verweilen verlernt

worte verlieren, was auch bedeuten mag: es werden immer weniger (von werden lässt sich da kaum noch sprechen), man bewegt sich in einem engeren zirkel, zu viele worte gemacht, als dass man sie halten könnte, ein leben lang; wortreich umhergezogen, den schatz verlumpert, preisgegeben, das anerzogene und -gemaßte, vergeblich die mühe, wenn am ende das vergessen sich in den reihungen von worten im vokabelheft manifestiert, format a6, linke spalte, rechte spalte, dazwischen der strich, übrig blieb nichts –

dies pulsieren in den fingerkuppen, wenn bei tauwetter die schichten altschnees offenbar werden, aufgedeckt gleich eines schmutzigen vorlebens, das man schon beinahe vergessen …

als ich die augen schloss, sofort das bild von einem feld, wie ich es gestern gesehen, vom rad aus, braun und gelb in der tiefstehenden sonne, was da an erde, gräsern, überlebt, begrenzt von einem drahtgitter, und ich sann darüber nach, wie es sich anfühlte, sich einen streifen land abzustecken, und ob ich soweit ginge, das derart zu eigen gemachte auch zu verteidigen, oder ob der gram überwiegen würde, der am eigenen, das einen zu was? gemacht –