runde im viertel, über die wege des eigenheim-neubaugebietes, das aus der ferne einem ruinenfeld gleich, ob der verschiedenartigen bauformen, unverputzter gemäuer, einer silhouette, die zerklüftet, spitzdach, pultdach, vorsprünge …

beschäftigungslose nacht, wenn man den tag dazu macht, im ruhen dämmert, treibt, auf dem traumfloß hinab, in räume, die unversiegelt, doch ohne inventar, nur der aufschein einer mauer, falb, der du dich näherst, unbegleitet von schatten, unbehaust also alsdann, letzte ruhestätte …

das erschaffen einer figur dünkte ihm eine falle, er käme da nie wieder raus, das verhalte sich wie mit den geschichten, die man nur einmal erzählen kann (was spricht, in der klammer, wer, klammheimlich, steckt fest) –

hab einen wortschatz angesammelt, kann ihn nicht wiederfinden, wo –

keine erinnerung an später, nur diese straßenköter vor augen, metallicfarben gespritzt, die mit räudigem fell im rinnstein stehen …

die toten hier haben wenig zu sagen, jetzt floriert der handel mit immortellen, blühts auf den gräbern in weibersgrün

es war unvorstellbar, in der enklave, etwas hinterm wohnblock abzustellen, den wagen, das moped – die wenigen, die ein motorisiertes fahrzeug besaßen, parkten es vor dem haus oder in einer der garagen, die ins laubwerk des wäldchens hineingetrieben, gleich stollen, drei oder vier solcher behausungen hatte es, wellblech, spanplatte, holz, und niemand wäre auf die idee verfallen, hinter den block zu fahren, außer dem kohlenhändler und jenem, der für alle die einkellerungskartoffeln brachte, die auf dem schotterweg entladen wurden …

es komme näher, verkündete sie, mir war nicht klar, ob sie ein regengebiet oder den mond meinte, diese wandelnde unruhe, sie schaute erst nach oben, dann in die ferne, und einen hörte ich sagen, ihre vorhersagen wären in letzter zeit ziemlich ungenau – das hatte in einem gelände statt, das eben, ohne bäume, nur gebäude, vereinzelt, angestaubt, der staub deckte die gräser dazwischen, den asphalt, der ausgeblichen wirkte – sie bedeutete uns, sie müsse noch einmal schauen und zog sich in eines der häuser zurück …

nichts bleibt wie es war, das wahre findet sich im ungewissen …

manch einer verfälscht sein tagebuch, schriftgrad unleserlich, ich verrichte gartenarbeit in der loggia, sammle samen, nadeln, eichenblätter ein, von böen herangeweht, all das wenig tröstlich, wenngleich im freien, das was? verheißt, einen abglanz von natur in der beschirmung; die neue pilzgeneration präsentiert sich in hexenringen, unten auf dem rasen, und wird sicher bald zu den ausgestorbenen zählen, aufgelistet im abwicklungsprotokoll des planeten –