1974, als der zeitgenosse längst mit dem kopf in der schlinge, und das wußte er genau, daß der nicht ohne weiteres herauszuziehen – all das nur, weil ihm zwei jahre vorher etwas geritten, von dem nun nicht mehr als ein schatten geblieben, der rest von diesem geist, der ihn getrieben, zu jenem entschluß – nichts war geblieben vom glauben, daß es der richtige … ’73 mochte er gedacht haben: noch ein jahr, und was passiert nicht alles in einem jahr. Anfang ’74 vermochte er sich an das abgelaufene kaum mehr zu erinnern, und auch nicht, wie er das neue begonnen, nach der wie üblich durchwachten nacht: der neue abreißkalender, dieser batzen, durchscheinend jedes blatt, hing schon am nagel in der elterlichen küche, vorab nach sprüchen durchforstet, sentenzen – all das nach einem jahr, das er als aufwühlend empfunden und sich, ob der verpflichtung, zunehmend als wackelkandidat. Töricht hatte er sie schon im herbst des jahres empfunden, da er sie eingegangen, spät, zu spät, obgleich da noch zwei jahre vor ihm lagen – in zwei jahren kann so allerlei passieren, was das ungemach, daß er sich zugezogen, vielleicht von selbst auflöste … November 1974, darauf sollte alles hinauslaufen, das datum erschien dem zeitgenossen als nebelwand, in der verschwand, was seine zukunft ausmachte, jegliche vorstellung davon; eine nebelwand taugte nicht als projektionsfläche, das grau schluckt alles, das hatte er selbst gelegentlich eines herbstlichen spätnachmittags erleben können, da sie vom westen herangerückt, zunächst das licht der tiefstehenden sonne schluckend, dann hatte sie sich den straßenzug vorgenommen, haus für haus war aufgegangen in diesem grau, das gleich zement … Und nun ankunft auf einem bahnsteig jwd, unterm licht der peitschenlampen ins revier, stiefel, koppel, tarnumhang, angemaßt und abgefaßt, in die stube zwischen drei und vier, im grauzeug ins bett gesunken, im gaslicht der dämmerung aufgewacht, mit dem gefühl, eingeschlossen zu sein in dieser stube, diesem licht …