Archive für den Monat: Oktober, 2013

wenig geschlafen letzte nacht, ich wandelte durch die wohnung gleich einer bettflüchtigen, stand in der veranda und schaute auf die lachen laternenlichts auf dem asphalt, suchte den mond, von dem noch ein rest am himmel, ein rest nur, doch ausreichend, von seinem lichte zu zehren …

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ja, ich erinnere mich dieses blicks, an einem nachmittag im winter, auf den hof, durchs aquarienglas des fensters von c.’s zimmer, auf die milchinsel laternenlichts, damals, in den 70ern …

jetzt, da der ahorn fast leer, sitze ich am morgen zumeist im dunkeln, schaue hinaus – es ist wie ein abstieg, wo man die hände nur noch irgendwo liegen hat, wartet, auf die helligkeit, die nächste stunde, und man der unmerklichkeit ansichtig wird, sekundiert von den lichtmaschinen da draußen, den radfahrern, die auf unsere straße einschwenken, um dann an der kreuzung nach links abzudrehen, ihrem vorschein folgend, dem lichtspiel auf dem asphalt …

als ich in höhe von k. eines der nebelfelder passierte, der geruch nach kohle, wie früher, nach frischgepreßten briketts, nur etwas schwerer, ein geruch, der mir nicht einmal unangenehm, im nebel …

träumte, von einem traum nur noch eine zeile im gedächtnis behalten zu haben, die ich zu notieren versuchte. Darin war von braunen wassern die rede, die die straße hinabflossen, in rinnsalen übern asphalt – Tatsächlich hatte es regen gegeben, gestern, aber die traumstraße verlief in einem flacheren gelände als jene, die ich am abend hinaufgekommen, auch lichter, kaum baumbestand … Zusehends sollte sich der traum verlieren, wurden die worte weniger, erstarben die wasser, waren bald nicht mehr zu sehen. Es ist, als hätte man mich stillgelegt, zuende gedacht, zögling von worten …