magst nicht noch einmal frieren im schnee, zahlst die wörter aus, die geeignet, den zustand zu beschreiben, wenn du im auswinterungsgebiet, nachmittage dies brennen in den zehen, diese glut, im rufen nachhaus, das nahe, jedoch nicht zu sehen, magst nicht im schnee noch einmal, es wird windiger, kindlicher da draußen, je weiter du zurückdenkst – zurückdenken, wie funktioniert das, im rücken der ernst

kläffts licht durch den spalt im vorhang, hält hof, seit der mond nicht mehr kommt, hat sich in wäldern verstiegen, doch hier das hoflicht kläfft vom gemäuer her, so nur eine gestalt vorüberweht, kläfft, dass man den schritt beschleunigt, als ob man untaten im kopf gehabt, jegliches schlendern scheint eine, jegliche selbstvergessenheit, in den obergeschossen der geschäftshäuser keimt die zeit und schlägt sich tot, geriert sich als aufmerksamkeitsneurotiker, geb ich dir, so nehm ich mir, blink dich an, grinse licht, bin götterfunke

ocean promotion, durchs tauwerk auf dem fensterglas morgens, such dir leihwörter aus, sie sind die mütter deiner wahrnehmung, sie befeuern dich, machen dich heiß auf die biographische verwandlung, gleich der des falters zwischen den blättern, herausfallend als ein stück rost –

jenseits der jahrhundertmitte im trolleybus, unter laternen, die ein gelb-grünliches licht absonderten, durchs musikerviertel, mozartstraße, beethovenstraße, wir hingen an den drähten des magiers, der die busse heranschweben ließ, hingen an den lippen der gemäuer, deren bruchgestein und simse birkenüberwuchert, sie verhießen uns was, und eher ein nachklang ihr bruchstückhaftes latein, solvent vom trug –

wir hingen an dieser steinernen zukunft, die nah an den fenstern des busses vorbei zog, hingen daran wie stripper, mit unserer vielfach gebrochenen sprache, wir zogen eine spur, die noch im entstehen verlöschte –

[noch werkstattfassung]

sie habe nichts eigenes mehr, sagt sie, werde wieder zu solch einer verhuschten gestalt, die mit dem objektiv nicht einzufangen ist, immer im hintergrund, die rückenpartie zur mitte, das leben lässt zu wünschen übrig, die tage kommen mit sirenenton, wir sprechen ins unbekannte, sehen den einschuh versinken, im uferschlick, und denken gar nichts –

sie sprachen vom weggehen, an den tischen vor wie hinter uns, von freitagen, an denen es ernst würde und man sich lieber nichts vornehmen sollte, der fortgänger ziel schien ausgemacht, doch nicht dasselbe; willst’n einheitskuchen, fragte wer in die runde, wir bestellten fisch, mochten das tagesangebot nicht ausschlagen –

das zelt verfällt, das vor dem frost schützen sollte, die pflanzen drinnen verdorrt, ein rest weißer folie noch am gestänge, das signal zur aufgabe, wir gehen, schränken uns fort, lassen auf, was uns gebunden, machen es platt, satt werden wir immer, des schnees schmelze gluckst in der dachrinnen kehle –

nachts regen, ich traumwärts in wäldern, siedlungsnah, leicht ansteigend, halbdunkel, nadelgehölz – morgens dann auf der s.-straße, beobachtete zwei, die eine jener grünen mumien abluden, ziemlich lang, sie ins haus trugen, eine aus der konfektion, fachgerecht erlegt und gebunden, zahm gemacht, handzahm, den schlagenden wettern von zimmer und herd zugeschanzt, folie drum, darum der strick, damit sie nicht ausfällig wird, die schöne leich‘, beim transport –

die wälder in meinem zimmer, auf die ich schaue, vom bett aus, sie wachsen mir ins ohr, am morgen, dieser verhalt im rauschen, als wollten sie nie auf den punkt kommen, als wäre es tödlich für sie –

die unbekannte spricht: diesen weg, vom regen schwer, auf dem ich mutmaßt, mich neu zu orientieren, und wars ein ausschreiten eher, das gelager von bäumen und gräsern allzu bekannt, druckte sich ein der verstand, machte auf großspurig, fand nicht aus im vorgelände traums, paris oder eine nummer weiter, städtenamen durchlauscht, kein geheimdienst kann das, erwartung ist was für später – hineingeliehen